Mörser

waren früher die kostbarsten Gegenstände in der Apotheke. Ihr Wert übertraf manchmal denjenigen aller anderen Einrichtungsgegenstände und Waren in einer Apotheke zusammen.
Die Herstellung erfolgte meist von umherziehenden Glockengießern.
Seit dem 18 Jahrhundert wurden Mörser zunehmend in weniger arbeitsaufwendigen Gussverfahren gefertigt und oft auf Drehbänken weiter bearbeitet. Wie andere Messing- Erzeugnisse wurden auch Mörser in grossen Stückzahlen in Nürnberg gefertigt, was gelegentlich durch entsprechende Herstellermarken zu belegen ist. Dabei umfasste die Fertigung in Nürnberg nicht nur einfache Haushaltsmörser, sondern auch prunkvolle größere Exemplare.


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Mörser aus Messing.
Höhe 17cm.

Hergestellt in Nürnberg von
Meister Leonhard Gerstner,
um 1700.

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Unterseits ist die Meistermarke eingeschlagen: "GERST" mit einem Hirschgeweih.
Der gegossene Mörser wurde
anschließend auf der Drehbank
exakt abgedreht und dann mit
Verzierungen versehen.
 

 

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Mörser aus Spanien,
16. oder 17. Jahrhundert.

Herstellung im Gußverfahren,
keine Weiterbearbeitung auf einer Drehbank, keine nennenswerte Feinbearbearbeitung des Gußkörpers.

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Großer Bronzemörser
aus der Giesserei Füssli.
Zürich / Schweiz, um 1700.


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Prachtvoller Nürnberger Mörser von 20cm Höhe,
Ende 17. Jahrhundert.

Mit kunstvoll ausgearbeiteten Henkeln in Form zweier Fische und auf dem Korpus eingravierten Arcanthusblättern.

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Norddeutscher Hochzeitsmörser,
datiert 1701.
Aus der Gießerwerstatt
Mammees Fremy, Emden.

Auf dem Schriftband steht:
"LIBE GEWINNET ALLES  1701"

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Nürnberger Messingmörser
mit Hadhaben in Knaufform.
Höhe 15cm, um 1700.
Hergestellt wurde der Mörser für die alte Hof-Apotheke in Bad Tölz.

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